Frühjahrskater zum Rückrundenauftakt – Bitterer Vormittag gegen Teichel
Sascha Klingenschmidt, 26.06.2025
4 : 0 (2 : 0)
Zum Auftakt der Rückrunde ging es für unsere Jungs ins nur scheinbar beschauliche Rudolstadt, wo die SG aus Teichel ihr Heimspiel gegen uns austragen ließ.
Bereits vor Anpfiff war klar: Die Voraussetzungen für eine gelungene Rückkehr aus der langen Winterpause waren alles andere als optimal: Krankheitsbedingte Ausfälle, eine durchwachsene Vorbereitung und mehrere Spieler, die direkt aus dem Krankenstand auf den Platz schlitterten – wir hätten nicht nur deshalb besser daran getan, dieses Spiel zu vertagen.
Dennoch war die Stimmung kämpferisch; auch, weil wir das Hinspiel deutlich mit 7:0 gewonnen hatten – dass wir uns davon nicht blenden lassen sollten, war Teil der Sätze, die wir den in der Kabine mitgaben.
Offenbar kamen diese Worte nicht überall an. Möglicherweise lag dies am lauten Schmatzen und dem Kuchen, der dort – aus welchen Gründen auch immer – vor dem Spiel verzehrt werden musste.
Guter Beginn – dann der Bruch
Die ersten zehn Minuten ließen sich trotz allem recht ordentlich an. Wir hatten mehr Ballbesitz, und einige gute Angriffe. Was fehlte, war die letzte Konsequenz im Abschluss – und das sollte sich rächen.
Teichel, im Vergleich zum Hinspiel mit einigen neuen Gesichtern angetreten, nutzte unsere zunehmenden Ungenauigkeiten im Passspiel geschickt aus. Immer wieder liefen sie unsere Bälle ab und ihre schnellen Außenspieler wurden gefährlicher. Erste robuste Zweikämpfe blieben ungeahndet, ein verletzter Spieler unsererseits wurde nicht wie üblich mit einem fairen Spielstopp bedacht – ärgerlich, aber noch im Rahmen.
Unsere Fehler häuften sich, Nervosität griff um sich, und so kam es, wie es kommen musste: Zum Ende ersten Hälfte bestrafte Teichel einen Ballverlust im Spielaufbau (30.) und nur drei Minuten später erhöhte derselbe Spieler – ein talentierter Angreifer des Jahrgangs 2014 – auf 2:0 (33.).
Zerfall nach der Pause
Die zweite Hälfte begann so, wie die erste endete. Noch vor dem kollektiven Aufbäumen fiel das 3:0. Von da an lief bei uns gar nichts mehr zusammen. Die Fehlerkette riss nicht ab, das Zusammenspiel litt unter Frust, und auch innerhalb der Mannschaft war zu spüren: Es war einer der Tage, an denen wenig passt.
Die Nickeligkeiten nahmen ebenfalls weiter zu – leider auch auf unserer Seite – und die Spielleitung trug nicht zur Beruhigung der Lage bei. Ein diskutabler Neunmeter sorgte für das 4:0 und war nur noch eine Randnotiz in einem Spiel, über das der Unparteiische längst die Kontrolle verloren hatte.
Abbruch als Vorsichtsmaßnahme
Als sich die Szenerie auf und neben dem Feld weiter aufheizte, entschieden wir uns, die Partie vorzeitig zu beenden. Zwei verletzte Spieler und ein zunehmend ruppiger Spielverlauf ließen es uns geboten erscheinen, Schlimmeres zu verhindern.
Fazit: Ein völlig gebrauchter Vormittag. Sportlich blieb dieses Spiel sowieso weit hinter unseren Ansprüchen zurück und die sonstigen Ereignisse bleiben hoffentlich ein einmaliges Erlebnis.
Am Ende sollten wir alle sportlich und fair miteinander umgehen und gemeinsam dafür sorgen, dass ein Spiel im Kinderfußball nicht einen solchen Verlauf nimmt – das gilt ausdrücklich auch für uns.
Der KFA ließ den Spielstand von 4:0 in der sportgerichtlichen Nachbetrachtung in die Wertung einfließen, was für uns auch völlig in Ordnung war.
Kader:
1 Emil M., 5 Emil C., 6 Adam Z., 7 Ben, 8 Franz, 9 Philipp, 10 Béla, 11 Oskar, 12 Adam N., 13 Niklas
Quelle:SK
