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Harte Nuss geknackt & den nächsten Showdown für uns entschieden

Sascha Klingenschmidt, 19.06.2023

Harte Nuss geknackt & den nächsten Showdown für uns entschieden

Nur 2 Tage nach dem kräftezehrenden Heimspiel gegen den SC 1903 aus Weimar stand das Nachholspiel vom 16. Spieltag gegen den viertplatzierten SV Am Ettersberg auf der Speisekarte für die nicht enden wollenden Finaltage.

 

Die Tabelle zeigte uns vor dem Anpfiff auf Platz 2 – mit genau diesem einen Spiel weniger als der VfB aus Oberweimar. Gewinnen, Tabelle glattziehen und von oben grüßen – so oder so ähnlich hatten wir uns das vorgestellt.

 

Eines der entscheidenden Saisonspiele an einem Dienstagnachmittag zu haben, gab dem Trainerteam schon vor dem Anpfiff zu denken – ist es nach einem absolvierten Schultag, verbunden mit den schnell gestiegenen Temperaturen immer auch schon zum üblicherweise zu dieser Zeit stattfindenden Training eine Kunst – um es vorsichtig zu formulieren – die kleinen Köpfe zu einer weiteren Runde konzentrierten Auftretens zu bewegen.

 

Die Mühe, die alle hatten, die nötige Ruhe in die Spielvorbereitung zu bekommen, sollte sich aber zunächst auszahlen – vom Anpfiff weg kamen wir auf dem Naturrasen des Hauptplatzes neben dem Schloss solide in die Partie, hatten mehr vom Spiel und kamen auch zu ersten zaghaften Versuchen, den Ball in Richtung des Ettersburger Tores zu bewegen.

 

Dieses leichte Übergewicht gaben wir allerdings ohne Not aus der Hand und bauten den Gegner durch schlechtes Passspiel, umständliche Aktionen und vor allem fehlende Zuordnung und mangelndes Engagement in der Rückwärtsbewegung auf.

 

Phasenweise ging es zwischen Strafräumen, vor allem aber in unserer Hälfte vogelwild zu und wenn nicht wenigstens Emil M. im Tor hellwach und reaktionsschnell oder Ben mit flinkem Fuß auf der Linie zur Stelle gewesen wären, hätten wir uns hier schon einen unangenehmen Rückstand eingehandelt.

 

Wir mussten reagieren, schoben die Grundaufstellung zurecht und wollten dem Team so die dringend benötigte Sicherheit zurückgeben. Tatsächlich fruchtete der Eingriff und die Jungs zogen den Kopf aus der Schlinge, die schon arg eng angelegen und die ohnehin nur noch hauchdünnen Nervenkostüme in Mitleidenschaft gezogen hat – auf und neben dem Feld.

 

Bis zum Pausenpfiff gelang es der Mannschaft, sich freizuschwimmen, wir konnten wieder eigene Akzente nach vorne setzen und zusammen mit den wenigen, aber geschickt gewählten Worten von Vieze in der Kabine, konnten wir sie mit abgekühlten Gemütern und zurückgewonnener Zuversicht auf das Feld schicken.

 

In Hälfte zwei hatten wir den Gegner dann wieder dort, wo wir ihn am liebsten haben – in seiner eigenen Hälfte, es gelang uns aber kaum, klare Abschlusssituationen zu kreieren. Ein Eckball hier, ein Schuss aus der zweiten Reihe dort, aber immer wieder auch (Fehl-) Pass gewordene Ratlosigkeit. Dass die Ettersburger ihrem laufintensiven Spiel trotz zahlreicher Wechseloptionen zunehmend Tribut zollen mussten, nahm immerhin den wenigen Gegenstößen die ganz große Gefahr.

 

Hätte man sonst wohl vor allem aufgrund der ersten Hälfte mit einem Punkt leben können, stand aber trotzdem noch die Aufgabe an, dieses eine Tor zu erzielen und so blieb es ein Tanz auf der Rasierklinge – eines erzielen, keines bekommen; nichts für schwache Nerven.

 

Mit Emil C. fasste sich schließlich einer unserer Außenverteidiger von der Strafraumkante ein Herz, der Ball segelte zur Führung in Gegners Tor (36.) und von der einen oder anderen Schulter fiel nicht nur eine Last, sondern gleich ganze Laster. Auch wieder keine klar herausgespielte Situation, aber in der Phase stellten wir schon lange keine Ansprüche mehr an das Wie.

 

Nun mussten die Jungs vom Ettersberg sich ihrerseits schütteln und diesen Rückschlag verdauen. Unsere Truppe stemmte sich aufmerksam gegen deren letztes Anrennen und Emil C. gelang zur rechten Zeit mit einer Kopie des Führungstreffers sogar noch das 2:0 aus unserer Sicht (43.) und damit konnten sich die Herzfrequenzen rund um das Spielfeld endlich wieder auf das gewohnte und gesunde Maß herunterfahren.

 

Dem Abpfiff folgte die Freude über die zurückeroberte Tabellenführung, der laute Jubel mit den Fans, der kleine Kabinenabriss – alles das musste dann  aber auch einmal komplett raus aus den Kleinen, die mit einem am Ende auch wieder verdienten Auswärtssieg den 2. von 3 Thrillern in 8 Tagen erfolgreich hinter sich gebracht hatten – soll hochbezahlte Profis geben, die mit nur einem davon nicht umgehen konnten. Man kann sie hier alle nur bewundern!

 

Nun folgt noch eine Trainingseinheit bis am Sonntag in Ballstedt beim aktuellen Tabellenfünften die dritte und letzte Hürde bis zum Titel genommen werden muss – alles wie gehabt: Hopp oder Top, darunter bekommen wir es in dieser Saison nicht mehr.

 

Es spielten: Emil M. – Ben, Adam – Vince, Béla (C), Philipp, Franz – Anton, Emil C. (2), Moritz


Quelle:SK